Software zur dynamischen Feststoffprozess-Simulation

Dynamische Flowsheet-Simulationssoftware für Feststoffprozesse

DyssolTEC unterstützt Verfahrensingenieure dabei, mit DyssolPro zeitabhängiges Partikelverhalten zu modellieren, damit Teams Konzepte vor großen Anlagenentscheidungen validieren können.

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Eingesetzt von Teams in Chemie, Pharma, Lebensmittel und Bergbau. Gestützt durch TUHH-Forschung und Enterprise-Support von DyssolTEC.

DyssolPro Flowsheet-Simulation

Typische Fragestellungen, die DyssolPro beantwortet

DyssolPro ist keine Allzweck-Simulationsumgebung. Die Software ist speziell für Feststoff- und Partikelprozesse entwickelt, mit physikalischer Modellierungstiefe für Populationsbilanzen, zeitabhängiges Partikelverhalten und mehrdimensionale Materialcharakterisierung. Teams aus Chemie, Pharma, Lebensmittel und Bergbau setzen DyssolPro ein, wenn Standardwerkzeuge an ihre Grenzen stoßen.

Granulation & Agglomeration

„Wie verhält sich das Granulatwachstum über die Zeit im Batch-Betrieb?“

DyssolPro simuliert dynamisches Partikelwachstum und Prozessstabilität, inklusive Anfahren, Batch- und Kontinuierbetrieb.

Trocknung

„Wann erreicht das Material die Zielfeuchte, und was passiert bei Laständerungen?“

Zeitabhängige Feuchte- und Temperaturverläufe über verknüpfte Feststoff-Flowsheets.

Partikelgrößenverteilung

„Wie ändert sich die PSD durch Zerkleinern, Sieben oder Agglomerieren?“

Populationsbilanz-basierte Workflows zur Vorhersage von PSD-Veränderungen.

Prozessoptimierung

„Welche Parametereinstellung liefert optimale Produkteigenschaften?“

Automatisierte Optimierung und Sensitivitätsanalyse direkt im Flowsheet-Tool.

Individuelle Prozesse

„Unser Prozess passt in kein Standardmodell. Was tun?“

Model Maker: eigene Unit-Modelle implementieren, testen und ins Flowsheet integrieren.

Technische Fähigkeitsübersicht

Was DyssolPro im Kern kann, kompakt für Engineering-Teams.

FähigkeitsbereichWas DyssolPro bietet
Dynamische SimulationZeitabhängige Flowsheet-Simulation für Feststoffprozesse mit Anfahren, Abfahren, Batch-, Semi-Batch- und kontinuierlichem Betrieb.
Mehrdimensionale PartikeleigenschaftenPartikelzentrierte Modellierung mit interdependenten Eigenschaften wie Größe, Form, Zusammensetzung und Feuchte.
PopulationsbilanzenPBM-Workflows mit FFT-basiertem Löser, Transformationsmatrizen und vollständigem PSD-Tracking.
Model MakerModulare C++-API zur Entwicklung, zum Test und zur Validierung eigener Prozesseinheiten im Flowsheet-Framework.
Optimierung und SensitivitätIntegrierte Prozessoptimierung und Sensitivitätsanalyse für zielgerichtete Produktspezifikationen.
Prozesseinheiten-BibliothekUmfangreiche Bibliothek für Feststoffprozesse, darunter Trocknung, Größenänderung, Transport, Lagerung und Trennung.
Benutzeroberfläche und PlattformGUI-basierte Flowsheet-Konfiguration mit Drag-and-Drop in DyssolPro. Verfügbar für Windows und Linux.

Implementierte Prozesseinheiten

Einsatzbereit. Seit Jahren erprobt in Forschung und Industrie.

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Feature-Demonstrationen

Praxisnahe Szenarien aus öffentlichen DyssolPro-Quellen wie Webinaren, Konferenzvorträgen und technischen Präsentationen. Die Beispiele helfen dabei, die technische Eignung für vergleichbare Feststoff- und Schüttgutprozesse schnell einzuordnen.

Siebung und Klassierung

Siebung mit gekoppelten mehrdimensionalen Partikeleigenschaften

Technische Fragestellung: Bei der Siebung ist die Trennung nach Größe klar, gekoppelte Partikeleigenschaften (z. B. Farbe, Dichte, Porosität oder weitere Materialmerkmale) werden in vereinfachten Modellen jedoch oft unzureichend abgebildet.

Feature + Beispiel: DyssolPro zeigt mehrdimensional verteilte Eigenschaften, sodass die Siebung physikalisch konsistent bleibt und gekoppelte Attribute im Flowsheet erhalten werden.

Pharma-Feststoffprozesse

Agglomeration mit API-Verteilung und Sieb-/Mühlen-Recycle

Technische Fragestellung: In der pharmazeutischen Agglomeration müssen Partikelwachstum und API-Konzentration gleichzeitig verfolgt werden, während Material durch Sieb- und Mühlen-Recycle geführt wird.

Feature + Beispiel: Die Demonstration zeigt eine dynamische Feststoffprozess-Simulation mit gekoppelten Eigenschaften für das Zusammenspiel von Agglomerator, Sieb und Mühle.

Granulation und Wirbelschichtbetrieb

Dynamische Instabilitäten in Granulations-Recycle-Schleifen

Technische Fragestellung: Granulationsschleifen mit Fluidisierungsgas können instabiles transientes Verhalten zeigen, das in stationären Betrachtungen unsichtbar bleibt.

Feature + Beispiel: DyssolPro demonstriert die dynamische Simulation von Anfahrverläufen, Schwingungen und rückführungsgetriebenen Instabilitäten in granulationsnahen Flowsheets.

Sensitivitätsanalyse

Zielkonflikt zwischen Einschwingzeit und Durchsatz

Technische Fragestellung: Häufig soll die Zeit bis zum stationären Betrieb verkürzt werden, ohne den Durchsatz in recycle-geführten Betriebsweisen unzulässig zu verschieben.

Feature + Beispiel: Die integrierte Sensitivitätsanalyse variiert Parameterbereiche systematisch und macht Zielkonflikte zwischen Einschwingverhalten und Prozessleistung sichtbar.

Optimierung und Modellkalibrierung

Eingeschränkte Optimierung und parametergestützte PSD-Anpassung

Technische Fragestellung: Prozessoptimierung und Modellanpassung werden anspruchsvoll, wenn Zielgrößen, Nebenbedingungen und gemessene PSD-Daten gemeinsam berücksichtigt werden müssen.

Feature + Beispiel: DyssolPro zeigt integrierte, gradientenfreie Optimierung und Parameterschätzung zur Kalibrierung vereinfachter Modelle an gemessene PSD-Verläufe.

Dynamik statt rein stationärer Betrachtung

Transientes Verhalten bei Anfahren, Abfahren und Störungen

Technische Fragestellung: Rein stationäre Auslegungen erfassen transiente Effekte wie Überschwingen beim Anfahren, Verhalten beim Abfahren und störungsbedingte Verläufe (z. B. Verstopfungen) nur unzureichend.

Feature + Beispiel: Die Demonstration zeigt, warum dynamische Flowsheet-Simulation für Batch-, Semi-Batch- und kontinuierliche Feststoffprozesse entscheidend ist.

Dyssol Anwendungsbeispiele

Kompakte Praxisbeispiele für Verfahrensingenieure: Prozessumfang, Dyssol-Ansatz und technischer Nutzen im Engineering-Alltag.

Porzellanfliesen (Feinsteinzeug): Rezeptur- und Produktivitätsoptimierung

Projektumfang: Vollständige Nassroute (Mahlen, Sprühtrocknung, Lagerung, Pressen, Trocknen, Brennen) mit gekoppelten Zielen für Qualität, Produktivität, Energie, Kosten und CO2.

Wie Dyssol eingesetzt wurde: Unit-Modelle wurden mit Labor- und Industriedaten kalibriert und mit Optimierungsworkflows (inkl. Dyssol-MATLAB-Kopplung) verbunden. Spätere Arbeiten erweiterten die Optimierung von Betriebsparametern auf Rohstoffzusammensetzungsfenster, weil Rohstoffschwankungen das Brennverhalten und die Zielqualität verschieben.

Wie Dyssol geholfen hat: Durch die gemeinsame Bewertung von Rezeptur- und Betriebsparametern im dynamischen Gesamtflowsheet konnten belastbare Betriebsfenster identifiziert werden, die Brennstoffbedarf und Emissionen senken und gleichzeitig Qualitätsgrenzen (z. B. Porosität/Wasseraufnahme) einhalten. Berichtet wird unter ausgewählten Bedingungen eine Reduktion des Brennstoffbedarfs von bis zu 30,2% pro Tonne gebranntem Feinsteinzeug.

Praxisfazit: Ein gekoppeltes Flowsheet ist besonders sinnvoll, wenn Rezeptur, Mahlung und Ofenbetrieb gemeinsam gegen Qualitäts- und Energieziele bewertet werden sollen.

Quellen: 10.1111/jace.19581, 10.3390/machines11020137, 10.1016/j.ceramint.2023.01.056, 10.1016/j.cirpj.2021.04.011

Mechanisches Recycling von Li-Ionen-Batterieströmen

Projektumfang: Mechanische Prozesskette mit Schneidmühle und Zick-Zack-Sichter für sekundäre Batteriematerialien unter transienten Zulaufschwankungen.

Wie Dyssol eingesetzt wurde: Modelle für Zerkleinerung und Klassierung wurden in einem dynamischen Gesamtflowsheet gekoppelt, sodass Massenstrom- und PSD-Transienten aus der Mühle direkt in die Trennleistung übertragen wurden.

Wie Dyssol geholfen hat: Durch die direkte Weitergabe von Mühlentransienten in das Sichtermodell wurde der Ursache-Wirkungs-Zusammenhang klar: Steigender Zulaufmassenstrom verbreitert die Trennkurve und reduziert die Trennschärfe, was Reinheit und Rückgewinnung unmittelbar verschiebt.

Praxisfazit: Transienten im Zulauf sollten explizit modelliert werden, weil Trenneffizienz sowie Reinheits- und Rückgewinnungswerte unter Nicht-Stationarität deutlich variieren können.

Quelle: 10.1002/cite.202200156

Zeolithproduktion mit datengetriebenen Surrogaten

Projektumfang: Industrielle, durchgängige Katalysator-Prozesskette mit Synthese, Dekanter-Wäsche/Konzentration, Sprühtrocknung und zweistufiger Drehrohrofen-Kalzinierung.

Wie Dyssol eingesetzt wurde: DEM-informierte ANN-Surrogate und Populationsbilanzansätze wurden in die Synthese integriert und mit nachgeschalteten dynamischen Unit-Modellen in einem gemeinsamen Flowsheet gekoppelt.

Wie Dyssol geholfen hat: Durch die Kopplung von Surrogat-Synthesemodellen mit dynamischen Downstream-Units in einem Flowsheet konnten schnelle und langsame Dynamiken gemeinsam bewertet und mehrdimensionale Feststoffeigenschaften entlang der gesamten Kette verfolgt werden.

Praxisfazit: Surrogat-gestützte Flowsheet-Simulation ist hilfreich, wenn hohe Synthese-Modelltreue benötigt wird, aber trotzdem schnelle Szenarienvergleiche auf Prozessebene nötig sind.

Quelle: MDPI Processes 2022 (2227-9717/10/10/2140)

Vibrierende Wirbelschichttrocknung: dynamische Feuchteführung

Projektumfang: Kontinuierliche Trocknung über verschiedene Geometrien und Partikelklassen (Geldart A/B/D) mit Berücksichtigung von Vibrationseinflüssen.

Wie Dyssol eingesetzt wurde: Gekoppelte Hydrodynamik- und Trocknungskinetikmodelle mit verteilten Partikeleigenschaften wurden implementiert und gegen breite experimentelle Parametersätze validiert.

Wie Dyssol geholfen hat: Weil das gekoppelte Trocknungsmodell über breite experimentelle Datensätze validiert wurde, konnte es für schnelle Betriebsfenstervergleiche genutzt werden, bei berichteten Feuchteabweichungen unter 14% in zentralen Fällen und niedrigen Temperaturabweichungen bei praktikablen Rechenzeiten (typisch 1-3 min auf Standard-PC).

Praxisfazit: Der Ansatz eignet sich für schnelle Vergleiche von Betriebsfenstern über Materialien, Geometrien und Vibrationseinstellungen hinweg.

Quelle: 10.3390/pr9010052

Halbkontinuierliche Präzipitation (Fällung): Einfluss von Durchmischung und Dynamik

Projektumfang: Halbkontinuierliche Präzipitation schwerlöslicher Salze mit qualitätskritischer Abhängigkeit von lokaler Durchmischung, Übersättigung und Zulaufstrategie.

Wie Dyssol eingesetzt wurde: Dynamische Präzipitationsmodelle wurden als Unit-Operationen in Flowsheetstudien eingesetzt, um Betriebs- und Mischstrategien systematisch zu vergleichen.

Wie Dyssol geholfen hat: Durch die explizite Simulation dynamischer Zulauf- und Mischstrategien konnten Zielkonflikte zwischen Produktqualität und stabiler Fahrweise quantifiziert und geeignete Betriebsfenster eingegrenzt werden.

Praxisfazit: Bei mischungssensitiver Präzipitation sollten zeitvariable Zulauf- und Rührstrategien direkt untersucht werden, statt nur stationäre Nominalfälle anzusetzen.

Quellen: 10.1016/j.compchemeng.2020.106818, KIT 1000076187

Chemical Looping Combustion mit gekoppelten Reaktoren

Projektumfang: Pilotmaßstäbliche CLC-Anlage mit stark gekoppelten Wirbelschichtreaktoren, Zyklon, Loop-Seals und zirkulierendem Sauerstoffträger.

Wie Dyssol eingesetzt wurde: Dynamische Flowsheetmodelle für Reaktorhydrodynamik und Gas/Feststoff-Kopplung wurden aufgebaut und gegen Pilotdaten inklusive Lastwechseln validiert.

Wie Dyssol geholfen hat: Durch die Reproduktion beobachteter Transienten in Bettmassen, Feststoffzirkulation sowie Druck-/Gasverläufen wurde ein zentraler Systemeffekt sichtbar: Bei Methan-CLC verschiebt sich die charakteristische Reaktionszeit mit Redox-Effekten von etwa ~30 s auf mehrere hundert Sekunden, das transiente Verhalten ist also deutlich träger.

Praxisfazit: Für belastbare Lastwechselstudien in gekoppelten Reaktornetzwerken sollten Hydrodynamik und Redoxzustände im selben dynamischen Modell abgebildet werden.

Quellen: 10.1016/j.ijggc.2018.03.004, 10.1016/j.powtec.2016.12.022

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Technische FAQ

Antworten auf typische technische Bewertungsfragen aus Verfahrenstechnik-Teams.

Kann DyssolPro dynamisches Prozessverhalten simulieren?

Ja. DyssolPro unterstützt zeitabhängige Flowsheet-Simulation inklusive Anfahren, Abfahren, Batch-, Semi-Batch- und kontinuierlichem Betrieb.

Welche Prozesseinheiten stehen standardmäßig zur Verfügung?

Standardmäßig deckt DyssolPro zentrale Feststoffoperationen ab, darunter Zulauf- und Ablaufströme, Agglomeration und Granulation, Zerkleinerung, Sichtung und Zyklone, Sprüh- und Wirbelschichttrocknung, Kalzinierungs-Drehrohrofen, Wärmetausch, Dekanterzentrifuge und Scheibenseparation, Gas- und Flüssigkeitsfiltration, Schüttgutlagerung, Aufteilung und Mischung, Siebung, pneumatische Förderung sowie Walzenkompaktierung.

Können wir eigene Prozessmodelle implementieren und validieren?

Ja. Mit dem Model Maker in DyssolPro können kundenspezifische Unit-Modelle für unternehmensspezifische Prozesse implementiert, getestet und validiert werden.

Bietet DyssolPro eine GUI für die Flowsheet-Erstellung?

Ja. DyssolPro bietet eine GUI zur Flowsheet-Konfiguration und Ergebnisauswertung inklusive Drag-and-Drop für das Flowsheet-Design.

Sind Optimierung und Sensitivitätsanalyse enthalten?

Ja. DyssolPro enthält integrierte Werkzeuge für automatisierte Prozessoptimierung und Sensitivitätsanalysen.

Welche Plattformen werden unterstützt?

DyssolPro ist für Windows und Linux verfügbar und wird durch Enterprise-Support von DyssolTEC ergänzt.

Wie ausgereift ist DyssolPro für Industrieprojekte?

DyssolPro basiert auf 13 Jahren kontinuierlicher Entwicklung in der dynamischen Feststoffprozesssimulation.

Technische Fragen zu DyssolPro?

Sprechen Sie direkt mit unserem Entwicklungsteam. Gemeinsam prüfen wir die technische Eignung von DyssolPro für Ihren Prozess.

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